Chronik

Die 60er Jahre

Die Werft Grell am Fischereihafen in Lübeck-Schlutup wurde vom Boots- und Schiffbaumeister Dieter Grell im Jahre 1964 als Einzelfirma auf der grünen Wiese an der Schlutuper Wiek gegründet.

 

Mit zunächst einem Gesellen und einem Lehrling wurden nach und nach acht Nordische Folkeboote gebaut, Lärche auf Eiche in Klinkerbauweise.

1967 wurde zusätzlich zur vorhandenen Slipanlage eine zweite Slipanlage für Boote bis 100t gebaut. So konnte die Werft die heimischen Fischkutter und außerdem größere Yachten aufslipen und reparieren.
Im gleichen Jahr konstruierte, rechnete und baute Dieter Grell seinen ersten 10-Meter-Fischkutter als Spitzgatter, in Kamballa, mit der Anforderung 100 Zentner Zuladung von Heringen tragen zu können. Dieter Grell spezialisierte sich auf den Ausbau von Yachten und den Umbau von Kuttern zu Yachten.
Es wurden ein Freilager als Winterlager und einige Wasserliegeplätze für Reparaturschiffe gebaut.

1968 trat die seinerzeit sehr bekannte Firma Martin Yachten aus Hamburg an Dieter Grell heran, Motoryachten für sie zu bauen. Bis zum Jahre 1973 wurden insgesamt 55 Stück dieser Motoryachten in verschiedenen Ausführungen, jeweils als Unikat nach Eignerwunsch gebaut. Die Yachten wurden ein- oder zweimotorig mit Diesel- oder Benzinmaschinen ausgeliefert.

Dem Trend der Zeit folgend richtete die Werft Grell 1971 eine Kunststoffabteilung ein, um selbst GFK-Rümpfe, Kaskos, GFK-Formenbau und Teile fertigen zu können. Die Fertigungshalle entsprach dem neuesten Stand der Technik und war vom Germanischen Lloyd abgenommen.